Achtsamkeit und Wissensklarheit

Für den Begriff ‚Wissensklarheit‘ finden sich in den buddhistischen Lehrreden verschiedene bildliche Beispiele zur Verdeutlichung. Übergreifend kann Wissensklarheit als die Fähigkeit, vollständig zu begreifen oder zu verstehen was gerade geschieht, beschrieben werden. Unter heilsamen ethischen Voraussetzungen zielt Wissensklarheit auf Weisheit ab. Wenn Achtsamkeit als Vergegenwärtigen bezeichnet wird, so ist bedeutet Wissensklarheit das Erkennen unheilsamer und heilsamer Gefühle, Gedanken, Handlungen, etc. Insofern stellt Wissensklarheit eine wichtige Voraussetzung für ethisches, also heilsames, Handeln dar.Wissensklar zu handeln bedeutet mit seiner Aufmerksamkeit bei der Handlung zu sein und zu wissen dass und wie man im gegenwärtigen Moment handelt.

Wissensklar im Handeln zu sein bezieht sich auf den Bereich der Meditation und auf den Alltag. In der Dimension des Alltäglichen bedeutet Wissensklarheit in jedem Moment präsent zu sein für das was in der Umwelt und was in einem selbst vor sich geht. Hier bedeutet Achtsamkeit und Wissensklarheit z.B. seine Gedanken im Alltag zu betrachten, sich in jedem Moment seiner Gedanken und ihrer heilsamen und unheilsamen Dimension bewusst zu sein und wohlwollend, ohne sie zu verdrängen, unheilsame gegen heilsame Gedanken auszutauschen.

Auf neuronaler Ebene bewirkt das tägliche Üben eine Neuverschaltung der neuronalen Vernetzungen und Bahnungen unter der Prämisse der Neuroplastizität.

 

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